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Erbsenprotein Test 2016

Was ist Erbsenprotein?

Klassische Eiweißpulver wie Whey Protein, Casein Protein oder diverse Mehrkomponentenproteine auf Basis der beiden genannten Proteinquellen erfreuen sich in der Fitness-Community mitunter bereits seit Jahrzehnten großer Beliebtheit, um den Organismus sowohl beim Muskelaufbau als auch im Rahmen des Muskelerhalts zu unterstützen. Gerade in jüngerer Vergangenheit scheint sich jedoch ein langsamer Sinneswandel anzudeuten, denn pflanzliche Proteine befinden sich derzeit unaufhaltsam auf dem Vormarsch.

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Gruene Erbsen sind die Basis für ERbsenprotein

Ursächlich für das Aufstreben der pflanzlichen Proteinquellen ist neben dem Vorhandensein von Allergien gegenüber der in Whey Protein und Casein enthaltenen Laktose vor allem der Trend zur ethischen und ökologischen Nachhaltigkeit von Lebensmitteln. Auch das Erbsenprotein, das zwar schon lange am Markt existiert, aber bis dato ein Schattendasein fristete, zählt zu den aufstrebenden Nahrungsergänzungsmitteln und wird, wie unschwer zu vermuten ist, aus Erbsen gewonnen.

Interessant: Was die Erbse im Gegensatz zu anderen Gemüsen als bevorzugte Proteinquelle qualifiziert, ist die Tatsache, dass sie bereits von Natur aus über einen sehr hohen Proteingehalt von sieben bis acht Prozent vorzuweisen hat und zudem über ein Aminosäureprofil verfügt, das sich insbesondere durch ein leichtes Übergewicht der für den menschlichen Organismus bedeutsamen verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAAs) auszeichnet.

Was ist in Erbsenprotein drin?

Ein durchschnittliches Erbsenprotein bringt es in der Regel auf einen moderaten Proteingehalt von 70 bis 75 Gramm pro 100 Gramm Pulver, womit es sich mit den meisten auf dem Markt erhältlichen Whey und Casein Proteine jedoch in dieser Hinsicht nicht messen kann. Gerade in jüngster Zeit mehren sich allerdings die auf den Markt drängenden Erbsenproteine, deren Proteingehalt dank modernster Herstellungsverfahren auf bis zu 80 Prozent ansteigt, sodass es das Erbseneiweiß auch mit konventionellen Produkten aufnehmen kann.

Da eben jenes hochwertige Erbsenprotein in der Regel in Form eines Isolats im Handel erhältlich ist, wird der hohe Proteinanteil sowohl durch einen niedrigen Fettanteil als auch einen geringen Kohlenhydratgehalt ergänzt. Im Durchschnitt ist diesbezüglich mit vier Gramm respektive drei Gramm pro 100 Gramm Produkt zu rechnen. Abgesehen von der Makronährstoffebene befinden sich die Trümpfe, die das Erbsenprotein zu etwas Besonderem machen, dagegen vorwiegend auf der Mikronährstoffebene respektive in den Detailtiefen des Aminosäureprofils.

Erbsen sind eine besonders reichhaltige Proteinquelle

Der letztgenannte Aspekt gestaltet sich im Bezug auf die Aminosäuren L-Lysin sowie L-Arginin besonders interessant. Gerade das Arginin ist mit sieben Gramm pro 100 Gramm Protein beinahe viermal so häufig im Aminosäureprofil vertreten, wie es beim Whey Protein der Fall ist. Darüber hinaus kristallisiert sich der Gehalt an L-Lysin als deutlich überdurchschnittlich heraus, was besonders reizvoll ist, da Lysin einer von zwei Ausgangsstoffen für die Synthese des Fettsäuretransporters L-Carnitin ist, der für eine Optimierung der Fettverbrennung im Rahmen einer normalen Stoffwechselaktivität sorgt.

Weiterhin darf nicht unter den Tisch fallen, dass auch Erbsenproteine sowohl reich an Ballaststoffen als auch an Mikronährstoffen wie Eisen sind, wobei Letzteres unter anderem im Rahmen des Sauerstofftransports benötigt wird.

Tipp: Eine 40 Gramm umfassende Portion Erbseneiweiß deckt schon gut 60 Prozent des täglichen Eisenbedarfs.

Die Vor- und Nachteile von Erbsenprotein

Die Eignung des Erbsenproteins für Athleten, die aus ethischen, ökologischen oder anderweitigen Gründen einen veganen Lebensstil pflegen, ist der offensichtlichste Vorteil des Erbseneiweißes, dabei aber nur die Spitze des Eisbergs, denn in der grünen Hülsenfrucht steckt noch deutlich mehr. Zu nennen ist diesbezüglich zum Beispiel, dass es diese Produkte auch Menschen, die empfindlich auf Allergene wie Laktose, Gluten, Ei oder Soja reagieren, ermöglichen, Nahrungsergänzungsmittel auf Proteinbasis zum Zweck des Muskelaufbaus einzusetzen.

Neben diesen weichen Komponenten sprechen aber auch einige harte Fakten für das Erbseneiweiß. Dazu zählt neben dem geringen Kohlenhydratanteil aber in erster Linie die Vielfalt der enthaltenen Mikronährstoffe, die das Erbsenprotein genau genommen über den Status eines reinen Proteinprodukts hinaus erhebt und beinahe zu einem vollwertigen und gesunden Lebensmittel deklariert, das sich zu allem Überfluss auch noch flexibel einsetzen lässt.

Einen Haken hat das Erbsenprotein dennoch, denn wie andere Hülsenfrüchte oder auch Fleisch und Fisch beinhalten die Produkte oft Purine, die im Organismus zu Harnsäure abgebaut werden, was die Nieren belasten kann.

Wichtig: Dies gilt vor allem dann, wenn ein zu hoher Konsum von Purinen, sowie eine Vernachlässigung der täglichen Flüssigkeitszufuhr in Kombination auftreten.

Herstellung von Erbsenprotein

Der Ausgangspunkt für die Herstellung von Erbsenproteinen sind selbstredend qualitativ hochwertige Erbsen, die bei manchen Herstellern gar aus biologischem Anbau stammen und damit vollends dem Öko-Gedanken genügen. Während man vor gut zehn Jahren noch vorwiegend auf Erbsenprotein-Hydrolysate setzte, führt der technische Fortschritt samt den verbesserten Produktionsprozessen zu einer Marktdurchdringung der Isolate.

Diese werden prinzipiell auf drei unterschiedliche Weisen hergestellt, die allesamt darauf abzielen, dem Grundrohstoff Fett und Kohlenhydrate zu entziehen.

  1. Viele Supplementhersteller setzen auf die Extraktion des Proteins aus Erbsenmehl.
  2. Andere Firmen widerum behandeln die getrockneten Erbsen thermisch vor, um das Protein unmittelbar von den Fetten und Kohlenhydraten abzuspalten.
  3. Die letzte und zugleich auch komplexeste Variante betrifft die sogenannten Membranadsorbersysteme, die eine sehr präzise Abspaltung ermöglichen.

Liegt das Erbsenprotein am Ende eines der drei zur Wahl stehenden Extraktions- beziehungsweise Filterverfahren in Form eines proteinreichen Rohstoffs vor, kann dieses getrocknet, pulverisiert und schließlich verpackt werden.

Verwendung von Erbsenprotein

Die Tradition, Erbsenproteinisolat in Mehrkomponentenproteinen einzusetzen, ist bereits sehr langlebig und gibt den Charakter dieses vielseitig einsetzbaren Proteins bereits sehr gut wieder.  Es besitzt seine Stärken im Bereich der Multifunktionalität, womit sich insbesondere das mikronährstoffreiche BIO-Erbsenprotein als Mahlzeitersatz oder zur Ergänzung von grünen Smoothies verwenden lässt.

Tipp: Aufgrund der enthaltenen Ballaststoffe und der molekular bedingt zeitverzögerten Aufnahme ins Blut eignet sich das Erbsenprotein nicht als Whey Protein-Ersatz.

Abgesehen davon eignet sich Erbsenproteinisolat auch hervorragend zur Zubereitung von süßen und herzhaften Speisen mit einem hohen Proteinanteil. Die entsprechenden Rezepte für Shakes, Pfannkuchen und Gebäck, die auch den Ansprüchen von Bodybuildern und Fitnesssportlern gerecht werden, finden sich auf einschlägigen Plattformen im Netz zuhauf.

Hinsichtlich der Dosierung des Erbsenproteins sollte einer Orientierung anhand des Körpergewichts erfolgen, die optimalerweise bei rund einem halben Gramm pro Kilogramm Körpergewicht liegt. Aufgrund der Purinproblematik ist es unter dem Strich aber empfehlenswert, den Konsum von Erbseneiweiß im Verlauf einer Woche auf drei bis vier Gaben zu beschränken und gegebenenfalls mit anderweitigen Proteinpulvern zu substituieren.

Wichtig: Dies gilt insbesondere dann, wenn Hülsenfrüchte, Fisch und Fleisch im Rahmen der konventionellen Ernährung bereits einen hohen Stellenwert einnehmen.

Welche Hersteller von Erbsenprotein gibt es?

Erbsenprotein wird derzeit noch vorwiegend von Herstellern produziert, die weniger im Bereich des Bodybuildings als viel mehr auf dem Feld der gesundheitsorientierten Ernährung tätig sind. Erbseneiweiß ist jedoch auch seit jeher eine gerne genutzte Komponente von Mehrkomponentenproteinen, sodass dieses auch in vielen namhaften Produkten enthalten ist, um die biologische Wertigkeit der Proteinmischung abzurunden.

In jüngster Zeit gehen allerdings auch etablierte Bodybuilding-Marken dazu über das Potenzial des Erbsenproteins zu nutzen. Zu den bekanntesten Marken zählen dementsprechend:

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