Skip to main content

Casein Test 2016

Was ist Casein?

Neben dem Whey Protein ist das sogenannte Casein das am häufigsten verwendete Protein im Fitnessbereich, das prinzipiell ebenso aus Milch gewonnen wird wie das Molkenprotein. Genau genommen entstammt das Casein dem Teil der Milch, der nach der Abscheidung der Molke zu Milchprodukten wie unter anderem auch Käse weiterverarbeitet wird.

Im Detail handelt es sich aber nicht um ein einziges Protein, sondern insbesondere im Fall des Kuh-Caseins, das im Zuge der Produktion von Proteinpräparaten Verwendung findet, um eine Mischung aus vier unterschiedlichen Caseinen, die in jeweils abweichender Konzentration in der Kuhmilch enthalten sind und dank ihrer ausgewogenen Kombination ein vollständiges Aminosäurespektrum abbilden.

Peak Micellar Casein

26,80 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
Zum TestKaufen
Casein Pulver als Eiweißquelle

Gerade im Vergleich zum Whey Protein ergeben sich bezüglich des Caseins einige konkrete Unterschiede, die sich unter anderem in unterschiedlichen Anwendungsgebieten niederschlagen. So kennzeichnet sich Casein in erster Linie durch seine langsame Resorption im Verdauungstrakt, die unter Umständen bis zu acht Stunden in Anspruch nehmen kann, womit sich das Milchprotein deutlich vom schnell verdaulichen Whey Protein abgrenzt.

Darüber hinaus liegt die biologische Wertigkeit, welche die Effizienz der Umsetzung von Nahrungsprotein und körpereigenes Protein angibt, bei einem Wert von 77, wohingegen Whey Protein bei 104 zu verorten ist. Dass das Casein jedoch auch für den Menschen eine wichtige Rolle spielt, unterstreicht die Tatsache, dass es auch rund 80 Prozent der menschlichen Muttermilch ausmacht und als wichtige Kalzium- und Phosphatquelle gilt.

Was ist in Casein drin?

Wie genau sich die Makronährstoffverteilung eines Casein-Produkts darstellt, hängt vom jeweiligen Hersteller ab und kann dementsprechend variieren. Im Durchschnitt gestaltet sich der Proteinanteil von Casein-Produkten aber in einem moderaten Bereich von 74 bis 78 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm Produkt, wohingegen der Fettanteil mit unter 2 Gramm pro 100 Gramm Pulver gerade im Vergleich zu vielen Mehrkomponentenproteinen recht niedrig ausfällt. Im Gegenzug bringt das Milchprotein aber die Charakteristik eines hohen Kohlenhydratanteils mit sich, der in erster Linie auf den enthaltenen Milchzucker zurückzuführen ist.

Das Aminosäurespektrum des Caseins gestaltet sich dabei weitgehend ausgeglichen, wobei anzumerken ist, dass die verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAAs) mit nur 20 Gramm auf 100 Gramm Protein im Vergleich zu anderen Produkten leicht unterrepräsentiert sind. Ausgeglichen wird dieses kleine Manko durch einen deutlich höheren Glutaminanteil, der rund 20 Prozent der gesamten Proteinmenge ausmacht.

Tipp: Insbesondere Menschen, die unter einer bekannten Laktoseintoleranz leiden, sollten aufgrund des hohen Laktosegehalts einen Bogen um Casein-Produkte machen und stattdessen auf langsam verdauliche Eiweiße auf pflanzlicher Basis zurückgreifen.

Die Vor- und Nachteile von Casein

Der große Vorteil des Caseins liegt in seiner vielseitigen Einsetzbarkeit sowohl im Alltag als auch im Rahmen des Sports. Die Molekularstruktur dieses speziellen Proteins hat zur Folge, dass es nur langsam in den Blutkreislauf aufgenommen wird, was zur Folge hat, dass durch die Verwendung eine langfristige Versorgung des Organismus mit dringend benötigten Aminosäuren sichergestellt werden kann.

Im Umkehrschluss bedeutet dies zudem, dass der Organismus insbesondere im Zuge einer Diät weniger schnell dazu neigt, körpereigene Proteine zur Herstellung von Hormonen und Enzymen zu verwenden. Darüber hinaus basiert auch ein weiterer großer Vorteil der Verwendung von Casein auf jener langsamen Resorption, da das Sättigungsgefühl nach einer Mahlzeit damit deutlich länger aufrechterhalten werden kann, als dies beispielsweise im Zuge des Konsums von Whey Proteinen oder schlichten Kohlenhydraten der Fall ist.

Die Nachteile liegen allerdings ebenso klar auf der Hand, denn aufgrund der enthaltenen Laktose eignen sich die entsprechenden Casein Produkte nicht für Allergiker. Auch Trainierende, die einen veganen Lebensstil präferieren können offensichtlicherweise nicht auf die Vorzüge des Caseins zurückgreifen.

Abgesehen von den genannten Vor- und Nachteilen wäre ein solcher Vergleich im Hinblick auf andere Proteinsorten nicht zielführend, zumal Whey Protein, Hanfprotein, Casein oder auch Mehrkomponentenproteine gänzlich unterschiedliche Anwendungsbereiche abdecken und demzufolge auch andere Anforderungen abdecken müssen.

Wichtig: Der Vorteil des einen ist damit der Nachteil des anderen Proteins.

Herstellung von Casein

Wie ein Casein-Produkt letztendlich hergestellt wird, hängt in erster Linie davon ab, um welche Art von Casein es sich dabei handelt, denn genau genommen existieren auf dem Markt für Nahrungsergänzungsmittel derzeit zwei Casein-Sorten, die sich in der Herstellungspraxis unterscheiden.

  1. Das sogenannte Micellar Casein, das auch Micellares Casein genannt wird, gewinnen die Hersteller im Rahmen eines schonenden Mikrofiltrationsverfahrens, das sich dadurch auszeichnet, dass es ohne Zuhilfenahme von Chemikalien auskommt. Darüber hinaus findet die Produktion bei niedrigen Temperaturen statt, wodurch die Proteinstrukturen deutlich weniger stark denaturiert werden, sich also in einer möglichst natürlichen Ausprägung erhalten.
  2. Die zweite Variante des Caseins, die auch als Calciumcaseinat bekannt ist, wird hingegen mit Hilfe eines speziellen chemischen Prozesses namens Säurefällung gewonnen. Im Zuge dieses Prozesses wird das enthaltene Casein chemisch von den übrigen Bestandteilen der Milch abgeschieden, wodurch insbesondere der Fettgehalt des daraus resultierenden Produkts gegenüber dem Micellaren Casein nochmals sinkt. Der Preis für den geringeren Fettanteil ist jedoch ein höherer Denaturierungsgrad, also eine Veränderung der Proteinstruktur, was aber nicht gleichbedeutend mit einem Qualitätsabfall ist, denn schließlich denaturiert auch die Proteinstruktur eines Steaks auf dem Grill, wodurch es unter dem Strich aber schließlich leichter verdaulich wird.

Verwendung von Casein

Casein wird langsam versautCasein-Produkte gehören aufgrund ihrer einzigartigen Eigenschaften zu den am vielseitigsten einsetzbaren Proteinen. Die Tatsache, dass die Verdauung eine vergleichsweise lange Zeitspanne in Anspruch nimmt und die Aminosäuren damit nur zeitverzögert ins Blut abgegeben werden, macht insbesondere den Einsatz unmittelbar vor dem Schlafengehen interessant, um den Organismus im Laufe der Nacht mit allen notwendigen Bausteinen zu versorgen, die er für die Regeneration und den Muskelaufbau in einem optimalen hormonellen Umfeld benötigt.

Ein weiterer Grund, der für die Einnahme direkt vor der Nacht spricht, geht in dieselbe Richtung, denn wenn der Organismus über keine ausreichenden Aminosäurereserven mehr im sogenannten Aminosäurepool verfügt, greift dieser auf körpereigenes Protein zurück, um beispielsweise Hormone zu synthetisieren. Der abendliche Konsum, entweder in Pulverform oder durch Lebensmittel wie Magerquark, hilft also auch dabei die katabolen Prozesse im Bezug auf die Muskulatur abzumildern.

Tipp: Da die Nacht eine Fastenphase von durchschnittlich sieben bis acht Stunden darstellt, ist es durchaus sinnvoll unmittelbar vor dem Zubettgehen gut ein halbes Gramm Casein pro Kilogramm Körpergewicht zuzuführen.

Abseits dieses Anwendungsbereichs eignet sich Casein Protein entsprechend seiner Eigenschaften auch immer dann, wenn über lange Zeit, maximal aber über einen Zeitraum von acht Stunden, keine proteinreiche Nahrung aufgenommen werden kann. Dies betrifft beispielsweise längere Reisen mit dem Zug, dem Auto oder dem Flugzeug sowie klassischerweise die Zeit, die in der Schule, der Universität oder an der Arbeitsstelle verbracht wird.

In diesem Fall hängt die konkrete Dosierung wiederum vom Zeitrahmen ab, in dem keine Proteinzufuhr über feste Nahrung möglich ist. Als Faustregel gilt jedoch auch hier die Empfehlung von einem halben Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Sollte eine solche Phase einmal länger als acht Stunden andauern, kann die Resorptionszeit von Casein mit Hilfe von hochwertigem Speiseöl, das dem Shake beigefügt wird, nochmals ein wenig verlängert werden.

Tipp: Die Verdauungseigenschaften sowie die Konsistenz des Caseins erlauben darüber hinaus auch einen Einsatz zum Kochen und Backen, sodass es nicht unbedingt notwendig ist, immer auf einen Shake zurückzugreifen.

Welche Hersteller von Casein gibt es?

Hersteller Wissenswertes Preisklasse
Peak sehr gute Nährwerte gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Myprotein viele unterschiedliche Geschmacksrichtungen sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Body Attack sehr gute Löslichkeit gehobenes Preissegment
Weider herausragende Qualität hohes Preisniveau
Modell Preis
1 Casein Pulver Peak Peak Micellar Casein

26,80 €

Zum TestKaufen